"KREUZWEIS'!"

WARUM MOZART GENERVT IST, ERZÄHLT VON IHM SELBST

Wolfgang Amadé Mozart stellt klar, was ihm an unserem Bild von ihm nicht passt. Eine Stunde lang räumt er mit den hartnäckigen Klischees seines Lebens auf und versucht, alles in sein rechtes Licht zu rücken: Das abgedroschene Wunderkind Gerede; die durchaus lustvolle Sache mit seinem Bäsle; den angeblichen Rausschmiss aus Salzburg; die alltäglichen Familienkrisen; den Unfug, er hätte sich nur für seine Musik und nicht für die Gesellschaft interessiert; seine Erfolge und Misserfolge; seinen stinknormalen Tod und sein stinknormales Begräbnis.

Grundlage dieses raschen Gangs durch Mozarts Leben ist natürlich seine Musik. Im Dialog mit der Erzählung zeichnet die Camerata Salzburg mit Ausschnitten aus Schlüsselwerken seines Schaffens diesen Lebensbogen dynamisch und farbenreich mit. Er spannt sich von Mozarts erster Sinfonie bis hin zum Ave verum corpus aus dem letzten Lebensjahr, umfasst das letzte der jugendlichen Violinkonzerte ebenso wie die Sinfonia concertante der Reifejahre, verbeugt sich mit einem Ausschnitt aus dem Dissonanzen-Quartett vor dem Widmungsträger Joseph Haydn, lässt den vermeintlichen Konkurrenten Antonio Salieri mit dessen Sinfonia Veneziana zu Wort kommen und scheut sich schließlich auch nicht vor allzu Bekanntem wie der Kleinen Nachtmusik oder dem Musikalischen Spaß.

Querkopf und Genie: Im Wechselspiel von viel Musik und unverblümter Erzählung begegnet uns Wolfgang Amadé Mozart modern aufsässig und unangepasst.

Das Programm soll in unterhaltsamer Weise das Leben Mozarts Revue passieren lassen, dennoch mit aller Seriosität, so dass ein didaktischer Effekt nicht zu kurz kommt. Die Besetzung besteht aus 15 Musikern und einem Schauspieler. Unser Mozart wird von dem talentierten Jungschauspieler Benedikt Vyplel verkörpert! Der Text stammt von Oliver Binder.

 

Land: Österreich

Alter: ab 12 Jahre
Institution: Camerata Salzburg
Kontakt: wedl-wilson@camerata.at